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DIABOLO 2018, Ausgabe KW17/18 – https://www.diabolo-mox.de/

(Serie: Künstler von hier; 11 Fragen an… Sabine Menninger-Gerdes; das Interview führte die DIABOLO-Redateurin Karin Peters, die die Künstlerin auch fotografisch für den Artikel porträtierte.)

Das kleine Glück im Großformat bringt Sabine Menninger-Gerdes auf die Leinwand. – Mit alles überstrahlenden Farben und Figuren, die so ansteckend lebensfroh und herzenswarm sind, dass man darüber den ganzen Kummer dieser Welt vergessen könnte. Mut sollen ihre Bilder machen, dazu ermuntern, den eigenen Weg zu finden, der inneren Stimme und den Gefühlen zu folgen. Die in Bochum geborene Malerin, die der Liebe wegen nach Oldenburg zog, setzt seit jeher auf dieses Prinzip. Statt dem klassischen Kunststudium hat sie sich ihre Meister an verschiedenen Akademien selbst „ausgesucht“, um den eigenen Stil zu vervollkommnen. Hre Handschrift ist inzwischen unverwechselbar und erfrischend originell. Ihre neueste Entdeckung: Wuchtige Naturlandschaften, deren Dramatik sie mit frechen Cartoons ins gegenteil verkehrt. Neben ihrem Atelier betreibt die freischaffende Künstlerin eine Malschule, engagiert sich für verschiedene Kreativ-Projekte und arbeitet als Dozentin mit staatlichen Bildungsträgern zusammen.

DIABOLO: Wie sind Sie zur Malerei gekommen?

Menninger-Gerdes: Durch die Freude am Malen bin ich zur Kunst gekommen. Schon als Kind habe ich begeistert gemalt. Immer wieder tauchen in meinen Zeichnungen lustige bunte Figuren mit dicken Bäuchen und schiefen Nasen auf. So habe ich mit meinen Bildern meine ersten kleinen Geschichten erzählt.

DIABOLO: Was möchten Sie mit Ihrer Kunst bewirken?

Menninger-Gerdes: …die Welt ein wenig bunter machen. Da unser Alltag oft sehr funktional ausgerichtet ist, möchte ich bewirken, dass meine Werke eine emotionale Seite ansprechen, indem sie nicht nachahmen, sondern etwas Neues enthalten, was das Interesse, die Neugierde und die Fantasie des Betrachters weckt. Wenn etwas von den Emotionen, die ich während meines malerischen Prozesses empfinde, beim Betrachter rüber schwappen kann, wäre mein Ziel, das Bild mit Leben zu füllen, erreicht.

DIABOLO: Mit welchen Themen setzen Sie sich auseinander?

Menninger-Gerdes: Meine Themen sind unterschiedlich. Sie hängen von dem Auftrag ab, wohin die malerische Reise geht. Meistens handeln sie jedoch von Tieren mit menschlichen Charakterzügen. Es geht dabei häufig um die Verbindung zu sich selber und um die Beziehung zu anderen. In meinem Werken verknüpfe ich zwei Welten: Die der naturrealistischen Darstellungen in Form von Landschaften und die der Cartoonfiguren mit menschlichen Zügen, die dem Betrachter ein Lächeln auf sein Gesicht zaubern und dazu einladen, möglicherweise seine eigene Geschichte zu entwickeln.

DIABOLO: Wo und wie arbeiten Sie?

Menninger-Gerdes: Ich habe ein Atelier in der Alten Brennerei in Oldenburg-Etzhorn, einer Ateliergemeinschaft von über zwanzig Künstlern und Kunsthandwerkern. An jedem 1. Sonntag im Monat ist die Alte Brennerei von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Mehrmals im Jahr finden hier besondere Veranstaltungen statt.

DIABOLO: Ihre kreative Eigen-Art?

Menninger-Gerdes: …die Kraft der Farben, offen sein für Neues im malerischen Prozess und meine Liebe zum Detail. Meine große Leidenschaft ist das Arbeiten mit Acrylfarben und unterschiedlichen Materialmixturen. Meine Bilder entstehen im Wechselspiel zwischen experimentellem Tun und dem, was im Entstehungsprozess sichtbar wird. So schaffe ich Flächen abstrakt aus Farbschichten und verwandle sie mal mehr, mal weniger zu moderner, experimenteller Landschaftsmalerei. Bevölkert werden schließlich diese Gegenden von tierischen Gefährten.

DIABOLO: Ein Höhepunkt in Ihrer bisherigen Arbeit?

Menninger-Gerdes: Jedes neue Werk ist für mich ein Höhepunkt und immer wieder ein besonderer Moment. Diesen Moment teile ich gerne mit meinem Mann, seine Meinung ist mir sehr wichtig, er hat ein gutes Gespür und einen sehr guten Blick.

DIABOLO: Ein aktuelles Projekt?

Menninger-Gerdes: Aktuell bin ich in den Vorbereitungen für unser Ausstellungswochende Mai-o-Mai am 6.5. in der Alten Brennerei, von 12 bis 18 Uhr.

DIABOLO: Wo ist Ihre Kunst zu sehen?

Menninger-Gerdes: Vor allem natürlich in meinem Atelier.

DIABOLO: Was bedeutet Erfolg für Sie?

Menninger-Gerdes: Erfolg ist für mich, wenn Andere vor meinen Bildern stehen bleiben, sich berühren lassen und darüber ein guter Kontakt mit Menschen entsteht… und natürlich der Verkauf meiner Bilder.

DIABOLO: Wie lebt es sich als Künstlerin in Oldenburg?

Menninger-Gerdes: Für mich gerade richtig und ich kann das, was mir Freude macht, verwirklichen. Seit 2009 habe ich ein eigene Atelier, ich verkaufe meine Bilder, habe eine Malschule für Kinder und Erwachsene und bin in verschiedenen Einrichtungen mit unterschiedlichen Projekten vertreten. Ich bin dankbar und kann sagen, ich habe ein erfülltes und buntes Leben.

DIABOLO: Ein Wunsch, ein Plan, eine Vision?

Menninger-Gerdes: Ein Wunsch ist es, noch viele Jahre künstlerisch tätig zu sein und andere Menschen immer wieder daran teilhaben zu lassen. Wichtig ist mir Zufriedenheit mit meinem Leben, was immer ich tue.